Einwendung gegen den Bebauungsplan Schulcampus Ost noch bis 21.04.26

Erschreckenderweise soll bereits im Bebauungsplan Schulcampus Ost über die Rodung eines Teils des nördlichen Abschnitts des Langmattenwäldchens abgestimmt werden.

Ihr seht in der obigen Grafik in schwarzen Linien, dass eine Erschließungsstraße die nordwestlich gelegene sogenannte Haifischflosse des Waldes durchschneiden soll. 

Dafür sollen dann 1232 qm des Hainbuchen/Eichenwaldes voraussichtlich bereits in der nächsten Rodungssaison gefällt werden. Insgesamt sollen in diesem Bebauungsplan 16309 qm gerodet werden.

In der “Haifischflosse” stehen wunderschöne teils richtig alte Bäume.

Es wäre super wenn viele Menschen noch bis Dienstag den 21.04.26  individuelle  Einwendungen schreiben würden. 

Am besten ist es die persönliche Betroffenheit zu schildern.

Offenlage Bebauungsplan

Link:
Pläne in Beteiligung – www.freiburg.de – Planen und Bauen /Bauleitplanung/Pläne in Beteiligung

Eine Beispielseinwendung findet sich hier:

Einwendung zum Bebauungsplan 6-177 Bebauungsplan mit Ausgleichsflächen auf den Gemarkungen Lehen, Tiengen und Waltershofen “Dietenbach – Schulcampus Ost mit Sportpark” im Stadtteil Dietenbach

Wie in der Grafik ersichtlich, wird bereits zum jetzigen Zeitpunkt im Bebauungsplan Schulcampus Ost über die Rodung eines Teils des nördlichen Abschnitts des Langmattenwäldchens abgestimmt werden, obwohl eigentlich der Schul- und Sportcampus an anderer Stelle zur Entscheidung steht.

Die Erschließungsstraße durchschneidet die nordwestlich gelegene, im Umweltbericht „Haifischflosse“ genannte, Ecke des Langmattenwäldchens. Dafür sollen dann 1232 qm des sehr hochwertige Hainbuchen/Eichenwaldes in dieser oder der nächsten Rodungssaision gerodet werden. In diesem Bereich stehen wunderschöne alte Bäume, die sehr vielen teils gefährdeten Tierarten eine Heimat bieten.

Gerade die Waldränder sind besonders hochwertig für viele Arten.

Mit dem Verlauf der Erschließungsstraße werden Fakten geschaffen, u.a. für einen Bebauungsplan der höchstwahrscheinlich erst 2031 zur Disposition steht (Bebauungsplan Lehener Winkel). Zumal die dort geplanten Townhouses, für die 0,6ha des Nordrands des Langmattenwäldchens gerodet werden sollen, erst in ca. 5 Jahren zur Abstimmung stehen.

Es erschließt sich mitnichten wieso diese Straße nicht einen kleinen Bogen machen könnte und den Waldabschnitt erhalten könnte. Wenigstens bis es zum endgültigen Baubeginn kommt.

In dem offiziellen Umweltbericht wird der Wald als hochwertiger Klimaschutzwald bezeichnet, der die höchste Zahl an notwendigen Ausgleichsfaktoren auslöst.

In Zukunft werden wir mit deutlich mehr Hitzetagen zu rechnen haben. Diese Hitzetage gefährden nachweislich Menschenleben.

Daher sind Klimaschutzmaßnahmen wie der Erhalt von Bäumen unabdingbar und unbedingt umzusetzen. Eine Neuanpflanzung oder Ausgleichsmaßnahmen am Kaiserstuhl können diese dringend notwendige Kühlung nicht leisten.

Wieso nicht bereits jetzt den Rahmenplan anpassen und dort im Bereich des nördlichen Abschnitts des Langmattenwäldchens einen Waldpark für die zukünftigen Bewohner planen? Vielleicht wird der Gemeiderat in Zukunft so entscheiden. Eine bereits jetzt begonnende Rodung könnte den Erfolg einer derartigen Planung schmälern.

Die in diesem Bebaungsplan vorgesehenen Waldinanspruchsnahmen von 16309 qm führen zu dem Verbotstatbestand der Schädigung für bis zu 20 europarechtlich geschützte Tierarten.

Diese Schädigung kann für den Abend- und Kleinabendsegler nicht ausgeglichen werden, so dass eine Ausnahmegenehmigung beantragt werden muss.

Wir erleben nicht nur ein Artensterben unvorstellbaren Ausmaß aktuell, sondern auch die Bestände vieler bis jetzt noch nicht gefährdeter Arten nehmen deutlich ab. Freiburg sollte mit gutem Beispiel voran gehen und dem Artenschutz, wie im Klima- und Artenschutzmanifest beschlossen, oberste Priorität einräumen.

Gerade deshalb ist es dringend nötig diese Schädigung auf ein Minimum zu beschränken. Ein anderer Verlauf der Erschließungsstraße, der die Bäume mit Bruthöhlen schützt, könnte gerade aufgrund des kleinen Gebiets mit wenig Aufwand viel Schutz bewirken.

Bitte planen Sie bzgl. der Erschließungsstraße daher entsprechend um.

Aber auch die geplanten Rodungen im Bereich des Schul- und Sportcampus sollten aus Artenschutzgründen, als Klimaanpassungstrategie und zum Erhalt eines Erholungswaldes auf ein absolutes Minimum beschränkt werden.

Ein leichtes Versetzen der Sportanlagen nach Norden könnte bspw. die Anzahl an zu fällenden Bäumen verringern.

Bessern Sie diesbezüglich also bitte noch nach.