Aktuelle Infos zur derzeitigen Situation vom BiV Rieselfeld
| Liebe Menschen im Aktionsbündnis „Hände weg vom DietenbachWALD“, gerne möchten wir mit diesem Schreiben auf die Entwicklungen in diesem Jahr zurückblicken und alle auf den gleichen Stand bringen. In den vergangenen Monaten ist viel passiert – sowohl in Bezug aufdie Planungen der Stadt Freiburg als auch innerhalb des AK Dietenbach des BürgerInnenvereins Rieselfeld e. V. (BIV). Da im Aktionsbündnis Menschen mit unterschiedlichem Wissensstand und wechselnden Beteiligungsgraden aktiv sind, ist uns ein solcher Überblick besonders wichtig. Folgende Aktivitäten haben aus dem Aktionsbündnis heraus bzw. aus dem AK Dietenbach des BIV mit Bezug zum Wald stattgefunden: Januar – März 2025 • Treffen des Aktionsbündnisses• Nachtreffen der Engagierten als kleines „Fest“• Wechsel der Sprecherschaft im AK Dietenbach von Harald Kiefer zu Ina Kordts April – Juni 2025 • 2 Workshops mit Sarah Fromm zum Thema: Wie weiter? Kampagnenplanung Juli – September 2025 • Treffen des Aktionsbündnisses (8.7.)• Vorstellung des Sportbands zwischen Rieselfeld und Dietenbach durch Ingo Breuker im BIV-Vorstand Oktober 2025 • Bericht im „Rieselfeld Aktuell“ • Anschreiben der Gemeinderatsmitglieder anlässlich des anstehenden Beschlusses des Sportbands mit Hinweis mögliche Einflussnahmen bzgl. der Townhouses Zu den Aktivitäten und dem augenblicklichen Stand:Im August 2025 hat Ingo Breuker, stellvertretender Leiter der Projektgruppe Dietenbach, das Konzept für das Sport- und Bewegungsband zwischen Rieselfeld und Dietenbach im Vorstand des BürgerInnenvereins Rieselfeld sowie dem Vorsitzenden des SvO vorgestellt. Der Gemeinderat hat das Konzept inzwischen verabschiedet. Wir haben an einigen Punkten kritisch nachgefragt. Ein Teil des östlichen Waldstreifens neben der Tel-Aviv-Yafo-Alle soll gerodet werden für das Großfeld des SvO, zum Glück etwas weniger als ursprünglich geplant. Gleichzeitig wird es in dem Gebiet einige punktuelle Aufforstungen geben (Gebiet Toms Ranch).Die Pläne seht ihr hier (zur Verfügung gestellt von der PG Dietenbach): |
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| Die Baumfläche, die östlich des Langmattenwäldchens und der zukünftigen Straßenbahntrasse stehen und breiter als 30 Meter sind (das ist der Waldstreifen, der erhalten bleiben soll), soll zum Teil ge-rodet werden. Dort soll ein lichter Parkwald entstehen mit Rasenflächen zwischen den Bäumen (so legt es zumindest eine Visualisierung nahe). Er wird formal nicht mehr als Wald gelten und deutlich ausgelichtet werden.Westlich neben dem jetzigen SvO-Fußballplatz soll zudem noch ein SvO-Gebäude mit Gartenwirtschaft entstehen. Dafür müssen ebenfalls vorhandene Baumbestände deutlich reduziert werden, einzelneBäume sollen stehenbleiben. Im Vorfeld der Gemeinderatssitzung haben wir vom Aktionsbündnis den Gemeinderät*innen nochmals unsere Argumente mitgegeben. Die Mail findet ihr hier: https://haendewegvomdietenbachwald.de/2025/09/29/brief-an-den-gemeinderat-anlaesslich-der-abstimmung-ueber-den-sportcampus-dietenbach/. Leider gab dazu zunächst keine Reaktionen aus dem Gemeinderat. Erst nach Veröffentlichung des Protokolls der Mitgliedersammlung des BIV kam Gregor Mohlberg auf uns zu (siehe unten). Mit der Verabschiedung durch den Gemeinderat ist leider auch deutlich geworden, dass die Planungen für das Sport- und Bewegungsband eine Phase erreicht haben, in der Proteste oder fachliche Einwände kaum noch Wirkung entfalten können. Im Frühsommer fanden zudem zwei Workshops mit Sarah Fromm zur Kampagnenplanung statt. Herzlichen Dank an alle, die durch ihre Spenden diese Workshops überhaupt erst möglich gemacht haben! Für viele von uns haben die Workshops klargestellt: • Unsere Kräfte sind begrenzt und wir müssen sie zielgerichtet einsetzen .• Viele Engagierte aus 2024, die über Monate hinweg enorme Energie investiert haben, haben offen geäussert, dass ihre Ressourcen erschöpft sind. Umso wichtiger wurde die Frage, an welcher Stelle unser Engagement realistisch noch etwas bewegen kann. Die grössten Chancen, um Waldfläche zu retten, wurde in den Workshops momentan beim Thema Townhouses nördlich des Langmattenwäldchens gesehen, die im Rahmen des dritten Bebauungsplans realisiert werden sollen. Das sehen wir als AK Dietenbach des BIV genauso. Dort würde nach aktuellem Stand ein breiter Streifen Wald gerodet, um die Gärten der geplanten Häuser vom Wald abzusetzen – das gesetzliche Mindestabstandsgebot von 30 Metern lässt keinen Spielraum. Unsere Recherchen (Auftrag aus dem letzten Plenum) haben ergeben, dass keine der üblichen Ausnahmeregelungen greift; eine Reduktion des Abstands ist damit rechtlich wahrscheinlich nicht zu erreichen. Danke Harald, dass du dich hinter dieses Thema geklemmt und die Architektenkammer kontaktiert hast! Der einzige erfolgversprechende Weg, den der AK Dietenbach des BIV sieht, führt daher über die politische Ebene. Hier haben wir momentan tatsächlich Ansatzpunkte: • Herr Haag betonte 2023 im Gespräch am Rande des Stadtteilfestes, dass diese Bebauung noch nicht feststehe • Die Linke Liste hat kürzlich von sich aus signalisiert, dass sie sich gegen die Townhouses stark machen möchte. • Aktuelle Social-Media-Impulse aus weiteren Fraktionen (Grüne, Fr4U) könnten wir als Anknüpfungspunkte nutzen, um vor Erstellung des Bebauungsplans für die Unterstützung dieses Anliegens bei Gemeinderatsmitgliedern zu werben. Ihr seht, dass wir (der AK Dietenbach des BIV) augenblicklich eher politische Einflussnahmen für sinnvoll erachten, da hier noch auf Planungen Einfluss genommen werden kann, die vor allem dann er-folgsversprechend sind, wenn sie auch aus dem Gemeinderat an die Verwaltung herangetragen werden. Wenn wir unsere Energie einsetzen, dann dort, wo noch Gestaltungsspielraum besteht. Ein Reagieren auf bereits fixierte Planungen – wie beim Sportband – würde viel Energie binden, aber wenig Aussicht auf Erfolg haben. Daher wird diese angestrebte politische Einflussnahme unser Agieren im nächsten halben Jahr bestimmen. Wir wissen, dass es im Aktionsbündnis unterschiedliche Sichtweisen gibt, und respektieren das ausdrücklich. Jede und jeder darf für sich entscheiden, wie er oder sie sich engagieren möchte. Gerne möchten wir euch hier noch zwei Informationen weitergeben, zum einen den von uns rekonstruierten Zeitplan für Dietenbach, zum anderen, wie viele Waldflächen laut der PG Dietenbach erhalten, gerodet und umgewandelt werden sollen: 1) Zeitplan für Dietenbach (Angaben ohne Gewähr, basierend auf von uns zusammengetragenen Informationen) Februar 2026: Offenlage Bebauungsplan 2. Bauabschnitt mit Sportband und Schulen September 2026: Satzungsbeschluss 2. Bebauungsplan Ab November 2026: Fällperiode fürs Großspielfeld 2027: Beginn Bau Großspielfeld 2029: Bau Grundschule 2030/2031• Verabschiedung Bebauungsplan 3. Bauabschnitt mit Townhouses • Die vorbereitende städtebauliche Planung ist wahrscheinlich schon gestartet (auf die wir Einfluss nehmen wollen) • Ab 2028 wahrscheinlich politische Vorberatungen 2) Waldflächen• 1,9 ha Waldfläche sollen laut Projektgruppe Dietenbach für den Sport- und Bewegungspark umgewandelt werden, davon 1,3 ha Rodung, 0,6 ha Einbindung in Gestaltung (Parkwald/Biergarten);• 2,6 ha Wald sollen im Bereich des Sport- und Bewegungsparks erhalten bleiben;• 0,4 ha neue Waldflächen sollen im direkten Umfeld zusätzlich aufgeforstet werden(zusätzlich zu bereits geplanten Ausgleichsflächen in Freiburg, Sasbach, Kenzingen). Beim morgigen Waldspaziergang am 07.12. um 15 Uhr Start Westseite Fußgängerbrücke Rieselfeld haben wir sicherlich Gelegenheit, über den einen oder anderen Punkt ins Gespräch zu kommen. Geeignetes Schuhwerk nicht vergessen, da wir auch über kleine unbefestigte Pfade laufen wollen. |


